Heute schreibe ich Euch zum Thema „Wie finanziere ich eigentlich eine Immobilie?“

Zuerst sollte man wissen, dass die Finanzierung der eigenen, also selbst bewohnten, Immobilie etwas anderes ist, als die Finanzierung für ein Investment wie ein vermietete Eigentumswohnung. Wie man Renditeobjekte (Kapitalanlagewohnungen) finanziert, findet Ihr in anderen Blog-Beiträgen.

Eine selbst genutzte Immobilie ist immer ein Stückchen privater Luxus. Sie erzielt keine Einnahmen und es lässt sich nichts steuerlich absetzen, wie bei Renditeobjekten. Sondern das eigene Haus ist ein Nest für die Familie und soll die einzige große Investition im Leben für sich selbst sein. Im Schnitt hat man aber zwischen 2 und 3 Immobilien im Leben. Ein Sprichwort sagt: ein Haus für die Familie, eins für die Freunde und eins für sich.

Erst kommt der „Nestbau-Trieb“ bei uns durch, z.B. wenn die Familienplanung läuft und man ein gemütliches Domizil für Familie und Kind haben möchte. Wenn die Kinder dann irgendwann außer Haus sind, ist das Haus mit den vielen Räumen vielleicht zu groß und man braucht eher einen gemütlichen Wintergarten, wo man mit den Freunden im besten Alter so Mitte 50 über die Jugend philosophieren kann. Zu guter letzt kommt dann das barrierearme Haus für die Rentenzeit.

 

Eine Finanzierung muss sich dem echten Leben anpassen

Damit ist auch schon klar, dass man nicht nur eine Finanzierung im Leben aufnimmt, sondern die Finanzierung sich auch über 2 bis 3 Jahrzehnte dem Lebensstil anpassen muss. Deshalb bin ich kein Freund davon, eine Finanzierung wie eine Bank unter Laborbedingungen zu betrachten. Also: Heute Kredit aufnehmen, 2% Tilgung mit rd. 30 Jahren Laufzeit einplanen, die Zinsen tot vergleichen und schön brav sein Leben durch möglichst viele Sondertilgungen beschneiden. Das Leben ist bunt und es wird eine Menge passieren in 30 Jahren Darlehenslaufzeit. Es „kann“ nicht viel passieren, sondern es „wird“. 100%ig!